Going Gluten Free IV: A side note on dairy // Abenteuer gluten-frei Teil IV: Und was ist mit Milch?

Going gluten free IV: A side note on dairy // Abenteuer gluten-frei Teil IV: Und was ist mit Milch? // by Fructopia

(Die Deutsche Version findet ihr wie immer im Anschluss an den englischen Text)

Last year, during my initial phase of going gluten free I reflected not only on my wheat consumption but also on my diet in general. I figured that I was consuming a lot more dairy here in Istanbul than I used to do back in Berlin. Since moving here I had yoghurt for breakfast every single morning, drank many, many café lattes and ate lots of salads topped with loads of feta cheese. Everybody knows, too much of anything is never good, so I felt the urge to put a halt on this. In the back of my head I developed this thought that just maybe I could hit two birds with one stone: Going gluten and dairy free at the same time. I mean, why not? I was about to change my diet completely anyway, right?

Some of you might break out in hysterical laughter right now and I can’t even blame you.
Little did I now, how time consuming and sometimes frustrating it would be to go gluten free. This process once again put all my previously acquired eating habits into question (see Unlearning snacking). Cutting out dairy as well was just as naive as believing in sticking to one’s New Year’s resolution.

Searching for new gluten free recipes and even just searching for the needed ingredients in Istanbul was pretty overwhelming. Juggling with bowls of overnight soaked nuts, cheese cloths and tons of nut pulp for some drips of homemade nut milk at the same time just sucked up the last bit of energy I had. It doesn’t come as a surprise then that I dropped the experiment for good after a mere week. I realized that there was no point stressing myself more than the whole gluten-free-change itself already was. Which led me back to focusing on one thing at a time. After all, there’s a reason the saying exists in the first place. From that point on, going ‘only’ gluten free felt like almost the easiest thing on earth (except for those awful days, when suffering from withdrawal symptoms.

The great thing is, even though I felt defeated in the beginning, everything falls into place eventually. A few months into my gluten-free diet I started to reduce my dairy intake without any intention to do so at all. I kind of lost my appetite for all things “cow” along the way. I don’t know what happened but I’m not that fond of the taste of cow’s milk and cow’s cheese anymore. Like I said, I used to drink my coffee drowned in milk, but now even a cappuccino leaves a bad aftertaste for hours and makes my mind foggy. From now on, coffee has to be pitch black instead. Yoghurt (sometimes from cow’, but more often from buffalo’s or goat’s milk) is still on my “once in a while”-list, just like kefir or a slice of obligatory feta at our frequent Raki Sofrası’s (a dinner with many friends stretched over a few hours). Also, I would never say no to a platter full of French cheese (honestly, who would?). Then again, that’s a rare find in Istanbul anyway. But overall I eat way less dairy than I used to. I don’t know if this is connected to going gluten free in some way, I haven’t found anything related online yet, or if my body is just able to better tell what is right for me since I cancelled the wheat stuff out of my diet.

Whatever the reasons for my lost appetite for dairy are, there are a lot of advocates out there who strongly support a dairy free or dairy reduced diet such as Traditional Chinese Medicine or Ayurveda. Dairy is also considered to be acidic compared to alkaline foods. Practitioners of this idea say a normal diet should consist of 80% alkaline foods and 20% acidic foods.

As I’m not a nutritionist, I won’t make any recommendations on how you should compile your own diet. The only thing I can say is that a dairy reduced diet works well for me and that you should dive into the following articles if you would like to read more on the topic:

Got milk?

Going gluten free IV: A side note on dairy // Abenteuer gluten-frei Teil IV: Und was ist mit Milch? // by Fructopia

Als es letztes Jahr galt eine Entscheidung zu treffen, ob ich das Experiment gluten-frei wagen soll, hab ich nicht nur meinen bisherigen Weizenkonsum näher unter die Lupe genommen, sondern meine Essgepflogenheiten allgemein. Getreu dem Motto, wenn man schon mal dabei ist. Schnell fiel auf, dass ich seit meinem Umzug von Berlin nach Istanbul deutlich mehr Milchprodukte aß als bisher. Zum Frühstück gab es fast immer eine große Schale Joghurt mit Banane und Müsli, die viele, neugewonnene Freizeit wurde mit zahlreichen Cafe Latte gefüllt und auch unsere hausgemachten Salate wurde großzügig mit Feta garniert, oder besser gesagt, aufgefüllt. Von den vielen anderen auf Joghurt basierenden türkischen Köstlichkeiten mal ganz zu schweigen. So hab ich mir das gute alte Sprichwort  „alles ist gesund, solange es nur in Maßen daher kommt“ einmal zu Herzen genommen und kam nicht um den Gedanken herum, dem Überkonsum an Milchprodukten einen Riegel vorzuschieben zu müssen. Warum also nicht einfach zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Wenn ich sowieso schon dabei war meine Ernährung komplett auf den Kopf zu stellen, kann ich doch gleich auch noch mit den Milchprodukten abrechnen. Oder nicht?

Manch einer von euch mag bei so einer Aussage in hysterisches Gelächter ausbrechen, und ich kann es euch nicht einmal verübeln. Wie naiv war ich doch, beim formulieren dieses Gedankens. Hätte ich mir nicht denken können, wie frustrierend und zeitaufwendig die Umstellung auf eine gluten-freie Ernährung tatsächlich sein würde? Immerhin wurde hier erneut jede einzelne meiner lang antrainierten Essgewohnheiten auf die Probe gestellt (siehe Das Naschen verlernen). Im Galopp auch noch mal eben sämtliche Milchprodukte über Board werfen zu wollen, war genau so eine naive Vorstellung wie die, das man dieses Jahr ganz bestimmt an seinen Vorsätzen für das neue Jahr festhalten wird.

Sich auf die Suche nach neuen, gluten-freien Rezepten zu begeben, geschweige denn auf die Suche nach dafür geeigneten Lebensmitteln hier in Istanbul, war schlichtweg überwältigend. Gleichzeitig mit Schüsseln voller über Nacht eingeweichten Nüssen, triefenden Käseleinen und Unmengen an ausgesiebtem Nuss-Match zu jonglieren, hat mir den Rest gegeben. Keine Überraschung also, dass ich bei meiner Mission „Milchprodukte frei“ nach nur einer Woche das Handtuch, oder sagen besser Käseleinen, geworfen habe und ihr bisher von diesem Experiment noch nichts erfahren habt. Ich musste mir eingestehen, dass ich mir da etwas zuviel vorgenommen hatte. Es hat und macht einfach keinen Sinn sich noch mehr zu stressen, als so eine Umstellung es sowieso schon tut. Zurück also zum bewährten Ansatz „eins nach dem anderen“. Schließlich kommen all diese Redewendungen nicht von ungefähr. Von diesem Zeitpunkt an, war die Umstellung auf  eine „nur“ gluten-freie Ernährung, nahezu kinderleicht (abgesehen von den Entzugserscheinungen).

Das Schöne ist, manchmal ergeben sich die Dinge quasi von selbst, wenn man nur geduldig ist. Im Laufe meiner gluten-freien Zeit habe ich doch noch meinen Milchprodukte-Konsum reduziert, und zwar ganz unbewusst. Wie das? Auf merkwürdige Art und Weise haben sich meine Geschmacksknospen verändert. Der Cafe Latte schmeckte auf einmal nicht mehr so gut wie bisher. Auch der Käse im Salat wurde mir zuviel. Kuhmilch, Kuhjoghurt, Kuhkäse, all das hinterließ mehr und mehr einen komischen Nachgeschmack. Statt durch die Mahlzeit neue Energie zu gewinnen, fühlte ich mich schlapp und unausgeglichen. Somit trinke ich mittlerweile nicht mehr nur meinen Kaffee schwarz, sondern beginne meinen Tag allgemein mit einem Milchprodukte-freiem Frühstück. Ich bin immer noch Käse-, Kefir und Joghurt-Liebhaber durch und durch. Ich würde einer Käseplatte mit französischem Käse niemals widerstehen können (Wer könnte das schon?). Da solche Köstlichkeiten in Istanbul aber sowieso rar sind, genieße ich stattdessen bevorzugt Milchprodukte von Ziege, Büffel und Schaf, aber eben in Maßen. Ich weiß nicht ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Umstellung auf gluten-freie Ernährung und der Abneigung gegenüber Kuhmilchprodukten. Vielleicht kann mein Körper auch einfach nur besser kommunizieren was gut für mich ist und was nicht, seitdem ich Schluss ist mit dem fiesen Weizenzeugs.

Wenn man sich umschaut, gibt es durchaus einige Befürworter einer Milchprodukte reduzierten Ernährung z.B. in der Traditionellen Chinesischen Medizin als auch in der Ayurveda Lehre. Schaut man sich den PH-Wert von Lebensmitteln an, zählen Milchprodukte eindeutig zu den säurebildenden Lebensmittel. Laut dem Basischen Ernährungsansatz sollte unsere Nahrung aber zu 80% aus basenbildenden und nur zu 20% aus säurebildenden Lebensmitteln (wie Fleisch, Getreide, Zucker, Kaffee) bestehen.

Da ich selber keine Ernährungsberaterin bin, werde ich keine Empfehlung für oder gegen Milchprodukte aussprechen. Das muss jeder für sich entscheiden und vor allem testen. Das einzige, was ich sagen kann ist, dass ich mich mit weniger Milchprodukten im Alltag deutlich wohler fühle. Falls ihr mehr über das Thema erfahren möchtet, empfehle ich folgende Artikel auf Deutsch, oder auch die oben im englischen Text erwähnten Artikel auf Englisch.

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2 thoughts on “Going Gluten Free IV: A side note on dairy // Abenteuer gluten-frei Teil IV: Und was ist mit Milch?

  1. Katrin says:

    Liebe Deniz,
    wir haben jetzt eine Woche Basenfasten u. a. ohne Milchprodukte hinter uns gebracht. Ich habe mich sehr auf meinen ersten Milchkaffee nach dem Fasten gefreut. Und was festgestellt? Nach einer Woche fasten hatte ich plötzlich wieder einen Blähbauch. :-( Ich fürchte, ich muss entgültig einen Milch-Ersatz finden. :-(

    • fructopia says:

      Liebe Katrin,
      das sind aber keine guten Neuigkeiten. Tut mir Leid zu hören, dass die Beschwerden wieder da sind. Aber ja, du hast recht, wir sind wohl einfach nicht für Kuhmilch gemacht. Ich fand Reismilch ganz lecker, wenn sie auch eine sehr starke Eigensüße hat (zumindest von manchen Herstellern). Hafermilch schmeckt mir fast noch besser. Viel Spaß und Erfolg beim rumexperimentieren! :)

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